Junge Frau leidet unter Migräne

Migräne: Was hilft bei starken Kopfschmerzen & Übelkeit?

Veröffentlicht am 31.08.2026

Wenn eine Migräneattacke kommt, steht der Alltag still: Der Kopf pocht, jedes Licht ist zu grell und selbst der Weg zum Supermarkt wird zur Anstrengung. Doch woran erkennst du eine Migräne überhaupt und was löst die Attacken aus? Was hilft, wenn es akut wird? Dieser Artikel zeigt dir die typischen Symptome, die häufigsten Auslöser und welche Rolle Trinken und Magnesium bei Migräne spielen. 

Kopfschmerzen kennt fast jeder, Migräne ist allerdings deutlich mehr als das und tritt anfallsartig auf: Der Schmerz ist meist einseitig, pochend oder pulsierend und verstärkt sich oft schon bei alltäglichen Bewegungen. Die Dauer einer Migräneattacke kann wenige Stunden, aber auch bis zu drei Tage betragen. 

Was bei einer Migräne im Gehirn passiert, ist bis heute nicht vollständig geklärt. Fest steht: Bei einem Migräneanfall gerät die Reizverarbeitung vorübergehend aus dem Gleichgewicht. Nervenzellen reagieren überempfindlich, entzündungsfördernde Botenstoffe werden ausgeschüttet und die Blutgefäße der Hirnhäute geraten in Alarmbereitschaft.[1]  

Frau sitzt auf dem Sofa und hat eine Migräneattacke

Symptome: Woran erkennt man Migräne?

Migräne zeigt sich nicht bei allen gleich, ein paar typische Anzeichen haben die meisten Attacken aber gemeinsam. Das deutlichste Signal ist der extreme Kopfschmerz selbst: Er tritt meist einseitig auf, pocht oder pulsiert und wird stärker, sobald du dich bewegst. Dazu kommen häufig Begleitsymptome, die dir den Alltag zusätzlich erschweren.  

Typisch für eine Migräneattacke sind:[2] 

    • einseitiger, pochender oder pulsierender Kopfschmerz
    • mittlere bis starke Schmerzen, die sich bei Bewegung verschlimmern
    • Übelkeit, teils bis zum Erbrechen
    • Empfindlichkeit gegenüber Licht, Lärm und manchmal auch Gerüchen
    • Appetitlosigkeit
    • eine Dauer von 4 bis 72 Stunden, wenn die Migräneattacke nicht behandelt wird.

Bei einigen Betroffenen ist ein Anzeichen bei Migräne zusätzlich die sogenannte Aura: Sehstörungen wie Lichtblitze oder Flimmern, Kribbeln in Armen oder im Gesicht oder vorübergehende Sprachprobleme. Manche spüren schon Stunden vorher erste Vorboten, etwa Müdigkeit, Heißhunger oder Reizbarkeit. Wenn du solche Signale bei dir kennst, kannst du oft früh gegensteuern.[2] 

Wichtig: Treten Kopfschmerzen zum ersten Mal besonders heftig oder ganz anders als gewohnt auf, lass sie sicherheitshalber ärztlich abklären. 

Wie fühlt sich Migräne an? 

Wie sich eine Migräneattacke anfühlt, beschreibt jeder etwas anders. Häufig ist von brennenden Kopfschmerzen, die hinter Stirn oder Auge sitzen, die Rede. Andere berichten bei Migräne von einem dumpfen Druck im Kopf, der sich über Minuten oder Stunden aufbaut.  

Der Kopf wirkt wie unter Spannung und Konzentration kostet plötzlich Kraft. Alltägliches wird dadurch anstrengend, Bildschirmarbeit, ein Telefonat oder der Weg zum Supermarkt. 

Auch Reize, die sonst nicht auffallen, werden zur Belastung. Gedämpftes Licht oder leise Geräusche reichen oft schon aus, weshalb sich viele Betroffene während einer Migräneattacke in einen dunklen, ruhigen Raum zurückziehen. 

Wichtig zu wissen ist, dass es mit dem Abklingen der extremen Kopfschmerzen meist nicht vorbei ist. Viele fühlen sich danach noch einen Tag lang erschöpft und weniger belastbar als sonst.

Was löst Migräne aus?

Es lohnt sich bei Migräne zwischen zwei Dingen zu unterscheiden: den Ursachen und den Auslösern.  

Die Ursachen liegen in der Veranlagung: Das Gehirn verarbeitet Reize bei Betroffenen empfindlicher und reagiert schneller mit einer Attacke. Diese Anlage wird häufig vererbt und lässt sich nicht abstellen.[3] 

Die Auslöser einer Migräneattacke sind etwas anderes. Sie verursachen die Migräne nicht, sondern bringen eine ohnehin vorhandene Bereitschaft zum Kippen. Man spricht auch von Triggern. Welche das sind, ist von Person zu Person verschieden und oft braucht es mehrere gleichzeitig, damit eine Migräneattacke entsteht. 

Mann ist gestresst, ein möglicher Auslöser für Migräne

Häufige Auslöser sind:[4] 

    • Stress, aber auch die Entspannungsphase danach (typisch: die Migräne am Wochenende)
    • ein unregelmäßiger Schlafrhythmus, zu wenig oder zu viel Schlaf
    • zu wenig getrunken über den Tag
    • hormonelle Schwankungen, etwa rund um die Menstruation
    • Wetterwechsel und starke Reize wie grelles Licht, Lärm oder intensive Gerüche
    • Alkohol, vor allem Rotwein
    • ein veränderter Koffeinkonsum – zu viel, aber auch der plötzliche Verzicht
    • ausgelassene Mahlzeiten und ein schwankender Blutzucker

Tipp: Weil die Trigger so individuell sind, hilft ein Migränetagebuch weiter. Notierst du über einige Wochen, wann eine Migräneattacke auftritt und was davor war, erkennst du mit der Zeit Muster und weißt, worauf du achten solltest. 

Was hilft bei Migräne?

Eine Migräne lässt sich nicht wegzaubern, aber du kannst einiges tun, um eine Attacke abzumildern. Für schnelle Hilfe bei Migräne gilt vor allem eins: Je früher du reagierst, desto besser. Bei leichten Attacken reichen oft Ruhe, ein abgedunkelter Raum und einfache Hausmittel. 

Anders sieht es aus, wenn die Anfälle häufig oder sehr stark auftreten. Dann gehört die Behandlung von Migräne in ärztliche Hände. Neben Schmerzmitteln kommen dort spezielle Wirkstoffe zum Einsatz, bei häufigen Attacken auch eine vorbeugende Therapie. 

Hausmittel gegen Migräne

Frau schläft nach einer Migräneattacke

Bei einer beginnenden Migräneattacke helfen vielen Betroffenen ein paar einfache Dinge:[5] 

    • ein dunkler, ruhiger Raum ohne Reize
    • Pfefferminzöl auf Stirn und Schläfen einmassiert
    • Schlaf, wenn er möglich ist
    • frische Luft und ein kurzer Spaziergang bei leichten Beschwerden

Ob Wärme oder Kälte bei Migräne hilft, ist von Person zu Person verschieden.  

Die meisten Betroffenen empfinden Kälte als angenehmer: Ein kaltes Tuch oder eine Kühlkompresse auf Stirn und Schläfen kann den pochenden Schmerz dämpfen. Wenn du den Kopf kühlst, lege die Kompresse aber nicht direkt auf die Haut, sondern wickle sie in ein dünnes Tuch. 

Wärme wirkt eher dort, wo die Beschwerden von verspannten Muskeln begleitet werden. Ein Kirschkernkissen oder eine Wärmflasche im Nacken kann die Spannung lösen – manche kombinieren beides und kühlen die Stirn, während der Nacken warm bleibt. 

Wasser trinken bei Migräne

Zu wenig zu trinken kann eine Attacke begünstigen. Verliert dein Körper Flüssigkeit, verändert sich dein Wasser- und Mineralstoffhaushalt und genau darauf reagiert ein migräneempfindliches Gehirn sensibel. 

Bei den ersten Anzeichen bei Migräne lohnt es sich deshalb, ein großes Glas Wasser zu trinken. Noch wichtiger ist aber die Regelmäßigkeit über den Tag: Rund 1,5 Liter gelten als Richtwert für Erwachsene, bei Hitze oder Sport entsprechend mehr.[6] 

Besonders hilfreich kann hier auch mineralreiches Mineralwasser sein. Das hat den Vorteil, dass es nebenbei Magnesium und Calcium liefert.[7]  

Frau trinkt nach ersten Migräne Anzeichen ein Glas Wasser
Frau trinkt nach ersten Migräne Anzeichen ein Glas Wasser

Heilwasser bei Migräne

Heilwasser stammt wie Mineralwasser aus natürlichen Quellen, gilt rechtlich aber als Arzneimittel. Der Grund dafür ist sein besonders hoher Mineralstoffgehalt. 

Genau darüber entsteht auch die Wirkung. Je nachdem, welche Mineralstoffe überwiegen, kann ein Heilwasser zum Beispiel die Verdauung unterstützen oder bei Sodbrennen helfen. Damit ein Wasser als Heilwasser verkauft werden darf, muss diese Wirkung wissenschaftlich nachgewiesen sein und steht dann auf dem Etikett. 

Für Migräne gibt es keinen solchen Nachweis, ein Heilwasser gegen Migräne existiert also nicht. Interessant sind magnesiumreiche Heilwässer trotzdem: Sie liefern viel Magnesium, und dieser Mineralstoff trägt zur normalen Funktion von Nerven und Muskeln bei.[7] Genau deshalb wird er bei Migräne immer wieder diskutiert. 

Migräne und Magnesium

Kaum ein Mineralstoff wird bei Migräne so oft genannt wie Magnesium. Das hat einen Grund: Magnesium ist an der Reizweiterleitung im Nervensystem beteiligt, also genau an dem Bereich, der bei einer Migräne aus dem Takt gerät. 

Hilft Magnesium bei Migräne?

Magnesium steckt in jeder Körperzelle und ist an hunderten Stoffwechselvorgängen beteiligt. Am bekanntesten ist seine Rolle bei Muskeln und Nerven: Es sorgt dafür, dass Muskeln sich wieder entspannen können, und wirkt daran mit, wie Reize im Nervensystem weitergegeben werden. 

Genau dieser zweite Punkt macht Magnesium bei Migräne interessant. Bei einer Attacke reagieren Nervenzellen im Gehirn überempfindlich auf Reize. Magnesium wirkt hier wie eine Art Bremse, indem es die Erregbarkeit der Zellen dämpft – fehlt es, reagiert das Nervensystem leichter. 

Dazu kommt der Blick auf die Betroffenen selbst: Bei Menschen mit Migräne werden häufiger niedrige Magnesiumwerte gemessen als bei anderen. Ob der Magnesiummangel die Migräne begünstigt oder umgekehrt, ist offen. Eine gute Versorgung mit Magnesium bleibt trotzdem sinnvoll.[7] 

Migräne mit Magnesium vorbeugen

Ob sich Migräne mit Magnesium vorbeugen lässt, ist nicht abschließend geklärt. Die Studienlage ist uneinheitlich, ein Wirkversprechen gibt es also nicht. 

Was sich sagen lässt: Wenn Magnesium etwas bewirkt, dann über die Regelmäßigkeit. Es geht nicht um die einzelne Portion, sondern darum, dass dein Tagesbedarf dauerhaft gedeckt ist.  

Gute Quellen im Alltag sind:

    • Nüsse und Samen, besonders Kürbiskerne und Mandeln
    • Vollkornprodukte wie Haferflocken oder Vollkornbrot
    • magnesiumreiches Mineralwasser

Gerade der letzte Punkt geht oft unter: Ein mineralreiches Wasser liefert Magnesium nebenbei über den ganzen Tag und deckt gleichzeitig deinen Flüssigkeitsbedarf, der bei Migräne ohnehin eine Rolle spielt. 

Fazit: Was tun bei Migräne?

Migräne ist mehr als starke Kopfschmerzen. Sie ist eine eigenständige neurologische Erkrankung mit Veranlagung als Ursache. Beeinflussen kannst du deshalb nicht die Migräne selbst, aber die Auslöser: Schlaf, Stress, Mahlzeiten und wie viel du über den Tag trinkst. Kommt eine Attacke, hilft schnelles Reagieren am meisten. Ein dunkler Raum, Ruhe und eine kalte Kompresse reichen bei leichten Beschwerden oft aus. Treten die Anfälle häufig oder sehr stark auf, gehört die Behandlung in ärztliche Hände. 

Gerade das Trinken wird bei Migräne häufig unterschätzt. Ein Flüssigkeitsmangel bringt nicht nur deinen Wasserhaushalt durcheinander, sondern auch den Mineralstoffhaushalt – und genau darauf reagiert ein migräneempfindliches Gehirn sensibel. Mineralstoffreiches Mineralwasser gleicht beides auf einmal aus und liefert Magnesium und Calcium in einer Form, die dein Körper besonders leicht aufnehmen kann. Mit unserem Mineralienrechner siehst du auf einen Blick, was dein Mineralwasser hier leisten kann, um dich ganz natürlich zu versorgen.

FAQ

Wie entsteht Migräne? 

Die Veranlagung für Migräne ist meist vererbt: Das Gehirn verarbeitet Reize empfindlicher als üblich. Kommen Auslöser wie Stress, Schlafmangel oder zu wenig Flüssigkeit dazu, gerät die Reizverarbeitung aus dem Takt. Nervenzellen reagieren über, entzündungsfördernde Botenstoffe werden ausgeschüttet. 

Wie lange hält eine Migräne an? 

Eine unbehandelte Migräneattacke dauert zwischen 4 und 72 Stunden, also bis zu drei Tage. Danach fühlen sich viele Betroffene noch einen Tag lang erschöpft und weniger belastbar. Zwischen den Attacken sind die meisten dagegen völlig beschwerdefrei. 

Wie äußert sich Migräne? 

Typisch ist ein einseitiger, pochender Kopfschmerz, der bei Bewegung stärker wird. Dazu kommen häufig Übelkeit, Appetitlosigkeit und eine ausgeprägte Empfindlichkeit gegenüber Licht, Lärm und Gerüchen. Viele Betroffene ziehen sich deshalb während einer Migräneattacke in einen dunklen, ruhigen Raum zurück. 

Was bedeutet Migräne mit Aura? 

Als Aura bezeichnet man hier neurologische Ausfallerscheinungen, die der Attacke meist 5 bis 60 Minuten vorausgehen. Sie unterscheiden sich deutlich von den üblichen Migränesymptomen. Typisch sind Sehstörungen wie Lichtblitze oder Flimmern, Kribbeln in Armen und Gesicht sowie vorübergehende Sprachprobleme. 

Wie viel Magnesium bei Migräne? 

Ob Magnesium bei Migräne hilft, ist nicht abschließend geklärt. Sinnvoll ist es trotzdem, den Tagesbedarf von 300 bis 400 Milligramm zuverlässig zu decken – über Nüsse, Vollkorn, grünes Gemüse und mineralreiches Wasser. Höhere Dosierungen gehören dagegen in ärztliche Hände.

Quellen